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Neue Funde
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Bremervörder Zeitung 13.2.2006 |
Alltägliche Gegenstände gegen das Vergessen |
Ausstellung von Fundstücken des ehemaligen Lagers in Sandbostel Von Corvin Borgardt |
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Bremervörde/Sandbostel. Neben der Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ- Auffanglagers „ Stalag XB“ in Sandbostel hat es sich der Dokumentations- und Gedenkstättenverein zum Ziel gemacht, über die Geschichte des Lagers aufzuklären und zu informieren. Mit einer beeindruckenden Ausstellung von Fundstücken aus dem Lager tut der Verein dies jetzt auf besonders anschauliche Art und Weise. Am Sonnabend wurde die Ausstellung „Neue Funde zur Geschichte des Lagers Sandbostel: Fotos, Pläne, Grabungsfunde“ in der Dokumentationsstätte in Bremervörde eröffnet. In den Räumen am Großen Platz 4 haben Dr. Klaus Volland, Karl-Heinz Buck und Klaus Heinbockel vom Gedenkstättenverein an die 100 Ausstellungsstücke zusammen getragen. Insgesamt hat die Arbeitsgruppe „Spurensuche“ unter der wissenschaftlichen Leitung von Dietrich Alsdorf im vergangenen Jahr rund 2.000 Fundstücke bei Grabungen auf dem ehemaligen Lagergelände in Sandbostel entdeckt. Bei den Exponaten der Ausstellung handelt es sich neben Lagerplänen und historischen Fotos größtenteils um Gegenstände des täglichen Bedarfs - von der Suppenschüssel über Schalen, Tassen und Töpfe, Messer und Gabeln bis hin zu Stempelhaltern, Tintenfässern und Lochern sowie den so genannten „Henkelmännern“ aus Aluminium. Zu den besonders beeindruckenden Ausstellungsstücken zählen Schuhe und Erkennungsmarken der Lagerinsassen, deren Schicksal sich nicht zurückverfolgen lässt. „Vieles aus der furchtbaren NS- Zeit liegt noch im Dunkeln und ich denke, wir müssen versuchen, soviel wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen. Das was uns Zeitzeugen jetzt nicht mehr erzählen können, erzählen uns die Fundstücke“, sagte Karl- Heinz Buck während der Ausstellungseröffnung. Ohne die Gründung der „Stiftung Lager Sandbostel“ wären die zunächst auf Landkreisgelände durchgeführten Grabungen nicht möglich gewesen, bekannte Dr. Klaus Volland. Sandbostels Gemeindebürger meister Johann Gerken dankte dem Gedenkstättenverein, dass dieser sich der Aufarbeitung der Lagergeschichte angenommen habe. Bremervördes stellvertretender Bürgermeister Ralf Hube überreichte dem Gedenkstättenverein im Auftrag des Bremervörders Helmut Schoch zwei Gemälde, die von Insassen des ehemaligen Lagers gemalt wurden (die BZ berichtete). |
Schuhe der Lagerinsassen gehören zu den beeindruckendsten Aus stellungsstücken, die auf dem ehemaligen Lagergelände in Sandbostel gefunden wurden. (rechts) Die Macher der Ausstellung: Dr. Klaus Volland (links) und Karl-Heinz Buck (rechts) mit dem wissenschaftlichen Leiter der Ausgrabungen, Dietrich Alsdorf. (oben) |
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