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Projektkoordinator für die Stiftung Lager Sandbostel ![]() |
Bremervörder Anzeiger 27. Juni 2007 |
Neuer Projektkoordinator der Gedenkstätte hat viel Arbeit |
Von Konzeptentwicklung bis Gebäudesanierung |
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Sandbostel. Die Förderung und Einrichtung einer Dokumentations- und Gedenkstätte ist der Auftrag der Stiftung Lager Sandbostel. Diesem Ziel ist man nun wieder ein gutes Stück näher gekommen, seit einigen Wochen gibt es mit dem Hamburger Architekten und Historiker Andreas Ehresmann einen haupt-amtlichen Projektkoordinator. Das ist möglich geworden, weil die Niedersächsische Gedenkstättenstiftung die Kosten einer dreiviertel Stelle für den ausgewiesenen Experten übernimmt. Ehresmann hat seit vielen Jahren Erfahrung vor allen Dingen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gesammelt, hier war er an der Neugestaltung sowie baugeschichtlichen Untersuchungen und verschiedenen Ausstellungen maßgeblich beteiligt. In Sandbostel wartet nun viel Arbeit auf ihn. Zunächst müssen die „sehr engagiert begonnenen Baumaßnahmen“ fortgesetzt werden, in einem „Masterplan“ sind dafür drei Bauabschnitte vorgesehen. Begonnen werden soll mit der dringend notwendigen Dachsanierung bei drei Gebäuden, die Baracken sind teilweise doch sehr stark verfallen. Auch die Geländegestaltung soll in Angriff genommen wer den, mit der Erstellung eines provisorischen Wegenetzes will man die Grundlagen schaffen, dass sich Besucher im Lagerbereich auch bewegen können. „Wir wollen, dass die Menschen hier herkommen und sich das Lager unmittelbar vor Ort ansehen können“, so Ehresmann. Die Menschen aus dem Umfeld des Lagers will er in seine Arbeit mit einbeziehen, sie sollen über alle Entwicklungen umfassend informiert werden. Zunächst soll aber erst einmal das ehemalige Verwalterhaus der Firma Edelmann mit dem Namen „Haus Altenberg“ renoviert werden, dort wird der Projektkoordinator sein Büro bekommen. Und schon bald wird der Gedenkstättenverein von Bremervörde ebenfalls hierhin umziehen, das Gebäude wird dann Standort für das Vereinsarchiv, Bibliothek und die Ausstellung. Dabei sollen nicht nur die Text- und Fototafeln gezeigt werden, sondern auch archäologische Exponate. Mit der Einstellung von Andreas Ehresmann könne nun wichtige Grundlagenarbeit geleistet werden, freuen sich der Stiftungs- vorsitzende Karl-Heinz Buck und Dr. Klaus Volland vom Gedenkstättenverein gemeinsam. Und der neue Projektkoordinator weiß auch schon, was erarbeitet werden soll. So will er mit allen Stiftungsträgern zusammen alsbald „ein gemeinsames tragfähiges und perspektivisches Konzept“ entwickeln, sowohl was die Nutzung angeht als auch die inhaltliche Seite. |