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" Die Umgebung des Lagers ist alles andere als
idyllisch. Das Land ist außergewöhnlich arm... mit seinen riesigen,
von Heidekraut bewachsenen Flächen, seinen Mooren, dem Schilfrohr,
hier und da unterbrochen von einigen Tannengehölzen und von vom Wind
gebeugten, verkümmerten Birken. Es ist vor allem die Region des Torfs.
(...) An den Ufern der Oste einige magere, von Schilf bedeckte Weiden,
die über Dreiviertel des Jahres überflutet sind.
Sehr feuchtes Seeklima. Neun von zwölf Monaten regnet es, oder aber
der Himmel ist vom Nebel verhüllt. Im Rest des Jahres, im Sommer,
ist die Sonne ziemlich warm, und der Wind wirbelt einen Staub aus Torf
und Sand, auf der es fast unmöglich macht zu atmen. Man glaubt sich
in der Sahara. Die Winter sind mehr feucht als streng. Ungesunde Landschaft.
Rheumatismus, Atemwegserkrankungen und Tuberkulose finden in diesem Klima
günstige Voraussetzungen."
(Landschaftsbeschreibung des kriegsgefangenen Franzosen Gaston Aufrere)
In dieser Umgebung begann man 1932 mit dem Bau eines
Lagers durch den kirchlichen Freiwilligen Arbeitsdienst Deutschland (
FAD ), nach 1933 Übernahme durch den Reichsarbeitsdienst.
1939 Nach dem 1. September werden zunächst britische Zivilinternierte
und polnische Gefangene in Großzelten untergebracht.
1940 Belgische und französische Gefangene kommen ins Lager.
1941 Ankunft serbischer und sowjetischer Gefangener.
1943 Eintreffen italienischer Militärinternierter.
1944 Ankunft polnischer Frauen .
1945 Ab dem 12. April erreichen KZ-Häftlinge aus Neuengamme bzw.
dessen Außenlagern Sandbostel.
Am 29.April befreien britische Truppen das Lager.
Anfang Juni haben die letzten Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge das
Lager verlassen. Die Briten richten daraufhin in Sandbostel ein Internierungslager
für SS- und NS-Führer sowie für Mitglieder von KZ-Wachmannschaften
ein.
1948 Einrichtung eines Straflagers als Nebenstelle des Zuchthauses Celle.
1952 Das Lager wird zum Durchgangslager für männliche DDR-Flüchtlinge
im Alter von 14 bis 24 Jahren.
1960 Auflösung des Jugendlagers. Übergabe an den Bund.
1974 Privatisierung des Lagergeländes. Errichtung des Gewerbegebiets
Immenhain.
1992 Die historischen Gebäude des ehemaligen Stalags und des Reservelazaretts
X B werden unter Denkmalschutz gestellt.
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