Ehrung für Dr. Klaus Volland
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Bremervörder Zeitung 27. März 2006
 
 

Statt Aufbau Ost nun "Aufbau Oste"

Bremervörde: Zweiter "Tag der Oste" findet im Oste Hotel statt- Kulturpreis an Preisträger übergeben

 
 

Von Birgit Pape

Bremervörde. Im vergangenen Jahr tauchten sie zum ersten Mal auf: Die Goldenen Hechte. Die Arbeitsgemeinschaft Osteland vergab sie beim ersten Tag der Oste“ in Hechthausen an Personen, die sich in unterschiedlicher Form um den Fluss verdient gemacht haben. Gestern nun war Bremervörde Schauplatz der feierlichen Preisverleihung am zweiten Tag der Oste“. Auch Preisträger aus der Region Bremervörde durften sich über die Auszeichnung freuen. Der Verein zog zugleich ein erstes erfreuliches Fazit seiner Arbeit.

„Vor zwei Jahren, als die AG Osteland gegründet wurde, war vom unbekannten Fluss die Rede, der im Dornröschenschlaf liege. Heute lässt sich sagen: Dornröschen ist erwacht und es hat mehr Verehrer denn je“, so umschrieb Jochen Bölsche, der Zweite Vorsitzende der AG Osteland, die Entwicklung seit Gründung der Arbeitsgemeinschaft.Fernsehdokumentationen, Internetseiten und prominente Schirmherren wie Ministerpräsident Christian Wulff und Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen machten die Osteregion in den vergangenen Monaten bekannter denn je. So durften auch beim zweiten „Tag der Oste“ die Politiker nicht fehlen. Neben den Bundestagsabgeordneten der Oste-Region kamen auch die drei Landräte aus Rotenburg, Cuxhaven und Stade zur Preisverleihung....

... In der Kategorie „Wissenschaft“ konnte Dr. Klaus Volland aus Bremervörde den „Goldenen Hecht“ in Empfang nehmen. Volland hat drei Jahrzehnte lang die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel erforscht und in Veröffentlichungen dokumentiert. „Mit seiner beharrlichen Arbeit im Verein Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel, mit Wanderausstellungen und Führungen hat Dr. Volland entscheiden dazu beigetragen, das Schicksal von rund einer Million Menschen dem Vergessen zu entreißen“, so Hartmut Jungclaus in seiner Laudatio.

 

     
 

Klaus Volland, Dankesworte zur Verleihung des Goldenen Hechts am Tag der Oste, 26. 3. 06, im Oste-Hotel Bremervörde.

"Meine Damen und Herren, angenommen, ich würde auf eine Oste-Insel verschlagen und dürfte dort nur drei Sätze sagen, allenfalls vier – was würde ich sagen?

Erstens: Danke schön, AG Osteland!

Zweitens: Danke, all ihr Mitstreiter über die vielen Jahre: Werner Borgsen, mit dem ich das Stalag-Buch geschrieben habe, Dank an die Vorstandsmitglieder des Gedenkstättenvereins – einige sind unter uns: Dietmar Kohlrausch, Petra Fischer, Peter Matthiesen, Dietrich Alsdorf und nicht zuletzt Karl-Heinz Buck, Dank  vor allem auch meiner Frau Johanna, die für die Familie gesorgt und mir den Rücken frei gehalten hat.

Drittens: Machen wir Sandbostel zu einer der besten Adressen des Ostelands – retten wir  unverzüglich die einmaligen Überreste des Lagergeländes und schaffen dort endlich gemeinsam eine würdige, gut ausgestattete, viel besuchte und international renommierte Gedenkstätte!

Nachsatz:

Vor einigen Jahren, an einem  heißen Sommertag, bin ich zum Schwimmen an die Oste  gefahren. Ein Angler, an dem ich vorbeischwamm, rief mir zu, dass es im Fluss vor Zandern, Barschen und Hechten nur so wimmele. Ich hatte damals ganz schön Angst, dass mich ein Hecht zwicken könnte. Heute habe ich diese Angst nicht!"

 
     
  Dr. Klaus Volland hält seine Dankrede.
Fotos: Jochen Bölsche, AG Osteland
  Die vier Bundestagsabgeordnete der Wahlkreise Rotenburg-Verden und Stade-Cuxhaven stifteten den Preis.  

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