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Jahreshauptversammlung 2006
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| Eine Äußerung unseres Vorsitzenden, Dr. Dietmar Kohlrausch, auf der Versammlung zur Haltung der Gemeinde Sandbostel gegenüber den Zielen der Stiftung "Lager Sandbostel" war Anlass heftiger Kritik von Seiten der Gemeinde Sandbostel und Mitgliedern der Stiftung "Lager Sandbostel". Dr. Dietmar Kohlrausch hat daraufhin seine Äußerungen in einem Leserbrief korrigiert.
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Bremervörder Zeitung 6. März 2006 |
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Engagierte Arbeit des Vorstandes gewürdigt Von Corvin Borgardt |
Sandbostel. Nahezu unverändert geht der Vorstand des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel in eine neue Amtsperiode. Während der Jahreshauptversammlung des Vereins am vergangenen Donnerstag wurde der Vorstand - mit Ausnahme von Petra Fischer, die nicht wieder kandidierte - einstimmig wiedergewählt. Kritische Worte fand der Vereinsvorsitzende Dr. Dietmar Kohlrausch für das Verhalten der Gemeinde Sandbostel (siehe Kasten). In seinem Jahresbericht ging Kohlrausch auf die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr ein. Im Mittelpunkt hätten die Vorbereitungen zum 60. Jahrestag der Befreiung des Lagers Sandbostel am 29. April gestanden. Die Vorbereitung der Veranstaltung, so Kohlrausch, habe erneut in den Händen des Gedenkstättenvereins gelegen. Erstmals habe im vergangenen Jahr jedoch kein Vereinsvertreter am 29. April gesprochen. „Dass bei der Veran staltung andere im Vordergrund standen, ist seit der Einrichtung der Stiftung der Preis, den wir zahlen“, sagte der Vorsitzende der Gedenkstättenvereins. Weitere wichtige Themen, die den Verein im vergangenen Jahr forderten, waren die Etablierung der Stiftung Lager Sandbostel, der Kauf eines Grundstückes auf dem ehemaligen Lagergelände sowie Ausstellungen, Vorträge, Veröffentlichungen und Führungen durch das Lager. „Das ganze Jahr über zeigte sich, dass fast allein der Verein über die Kompetenz verfügte, die zur Bewältigung der Aufgaben notwendig war und ist“, sagte Kohlrausch. Im Hinblick auf eine Gedenkstätte auf dem Lagergelände plädierte der Vereinsvorsitzende für einen Neubau. Dies sei preiswerter als die Restaurierung einer Baracke. Architekt und Vereinsmitglied Detlef Cordes erläuterte, welche Schritte aus Sicht des Gedenkstättenvereins jetzt erforderlich seien. Zunächst müsse das gekaufte Grundstück in sei ner Kahlheit wieder hergestellt werden. Anschließend soll eine der noch vorhandenen Barcken soweit restauriert werden, dass die begehbar und vor allen Dingen sicher sei, sagte Cordes. All dies könne innerhalb dieses Jahres geschehen. Die Vorstandswahlen verliefen reibungslos. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Dr. Dietmar Kohlrausch, seine beiden Stellvertreter Dr. Klaus Volland und Karl-Heinz Buck sowie Beisitzer Detlef Cordes. Neuer Beisitzer anstelle von Petra Fischer, die nicht erneut kandidierte, wurde Diedrich Alsdorf. Zum neuen Kassenprüfer wurde Bernhard Hauschild gewählt. Der stellvertretende Vorsitzende des Gedenkstättenvereins, Dr. Klaus Volland, berichtete über die in naher Zukunft anstehenden Projekte des Vereins. Am kommenden Sonntag, 12. März, findet von 13.30 bis 16 Uhr eine „offene Führung“ über das Lagergelände statt. Erstmals wird dann auch das von der Stiftung Lager Sandbostel erworbene Grundstück besichtigt. Am Sonnabend, 25. März, findet die Lesung „Wandas Tagebuch“ in der katholischen Kirche in Bremervörde statt. Ab 19.30 Uhr wird aus dem Tagebuch eines 14-jährigen Mädchens gelesen, das 1944 beim Warschauer Aufstand ums Leben kam. Die Hauptveranstaltung im Kalender des Gedenkstättenvereins ist der Jahrestag der Lagerbefreiung am Sonnabend, 29. April. In diesem Jahr beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr.
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Im Hinblick auf den Kauf eines Grundstückes auf dem ehemaligen Lagergelände in Sandbostel durch die Gedenkstättenstiftung fand der Vorsitzende des Gedenkstättenvereins, Dr. Dietmar Kohlrausch, während der Jahreshauptversammlung kritische Worte für das Verhalten der Gemeinde Sandbostel. Der Kauf des Lagergeländes habe lange auf der Kippe gestanden. Der Verein habe noch einmal mit einer Finanz spritze aushelfen müssen, so Kohlrausch. Denn erst als die gesamte Summe gesammelt war, habe der Kaufvertrag unterschrieben werden können.„ Wir müssen den Eindruck haben, dass insbesondere die Vertreter der Gemeinde Sandbostel durchaus mit einer Lösung ohne eine Gedenkstätte auf dem Lagergelände zufrieden gewesen wären und bis jetzt nicht voll hinter den Zielen der Stiftung stehen", sagte Kohlrausch. Allerdings scheine sich die Gemeinde durch ihre Haltung |