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Vladimir Vlasenko besucht Grabstätte seines Vorfahren in Sandbostel
Bremervörde (pew). Tief bewegt und beeindruckt zeigte sich am Sonnabend
der russische Staatsbürger Vladimir Vlasenko mit Blick auf die Leistung
des Bremervörder Vereins Doku-mentations- und Gedenkstätte Sandbostel
zur Aufarbeitung der Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers
Stalag XB.
Der 1949 als Enkel des sowjetischen Kriegsgefangenen Timofeij Grigoriewitsch
Vlasenko Geborene arbeitet heute in Nowgorod als Manager des russischen
Energieversorgers „Gasprom".
Eine einwöchige Dienstreise zur „Deutschen Management-Akademie"
hatte ihn nach Celle geführt, von wo aus er gemeinsam mit dem Dolmetscher
Sergeij Reinhardt die Gelegenheit nutzte, den Ehrenfriedhof in Sandbostel
zu besuchen, auf dem sein Großvater seit 1944 als einer von vielen
tausend Kriegsgefangenen seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Begleitet
und informiert wurden die beiden Besucher von Dr. Klaus Volland, dem Stellvertreten
Vorsitzenden des Vereins und Leiter der Gedenkstätte in Bremervörde.
Zwar war der Familie Vlasenko schon seit Jahrzehnten bekannt, dass Timofeij
Grigoriewitsch Vlasenko als Kriegsgefangener starb. Doch erhielt sie erst
im Juli 2003 die offizielle Bestätigung durch das russische Kriegsministerium,
dass er am 4. Februar 1944 im Stalag X B gestorben ist. Timofeij Grigoriewitsch
Vlasenko war zuletzt 1941 von Bekannten gesehen worden, damals schon als
Kriegsgefangener mit schweren Erfrierungen an Händen und Füßen.
Timofeij Grigoriewitsch Vlasenko starb im Alter von 44 Jahren in Sandbostel.
Beim Besuch des Bremervörder Dokumentationszentrums am Großen
Platz zeigte sich nun der Enkel, Vladimir Vlasenko, tief beeindruckt von
den dort gezeigten Darstellungen zur Geschichte und Wirklichkeit des früheren
Kriegsgefangenenlagers in Sandbostel.
Zwar hatte er bereits zu Hause in Nowgorod die Gelegenheit genutzt, sich
via Internet und der dort installierten Homepage des Bremervörder
Dokumentationszentrums zu informieren, doch war für ihn die unmittelbare
Begegnung tief bewegend, wie Vlasenko im Gespräch mit der Redaktion
betonte. Mit Dr. Klaus Volland besuchte der Gast aus Russland im weiteren
Verlauf des Tages das Lager selbst, das an diesem nasskalten düsteren
Wintertag durchaus den Eindruck jener Trostlosigkeit und Verzweiflung
hinterließ, unter denen die Kriegsgefangen, besonders die sowjetischen,
dort gelitten hatten.
Den Abschluss fand der Besuch dann am Nachmittag auf dem Ehrenfriedhof
von Sandbostel. Hier legte Vladimir Vlasenko Blumen an dem Grab nieder,
in dem sein Großvater im Februar 1944 gemeinsam mit unzähligen
Leidensgenossen begraben wurde.
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Vladimir Vlasenko aus Nowgorod (Mitte) besuchte gemeinsam
mit Dolmetscher Sergeij Reinhardt (links) das Grab seines Großvaters
auf dem Ehrenfriedhof in Sandbostel. Dr. Klaus Volland informierte
die Besucher über die Arbeit der Dokumentationsstätte in
Bremervörde. Foto: Werner |
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