Bewahren, Gestalten, Beleben
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Zevener Zeitung vom 4. Januar 2007
"Bewahren, Gestalten, Beleben"
Tagung und Festakt zum 15-jährigen Bestehen des Gedenkstättenvereins
     
 

Bremervörde (bz/ts). Die Stiftung Lager Sandbostel veranstaltet in Kooperation mit dem Verein Do-kumentations- und Gedenkstätte Sandbostel vom 12. bis 14. Januar eine Tagung in Bremervörde, zu der Experten aus ganz Deutschland eingeladen sind.
Rund 40 Teilnehmer werden unter dem Motto „Bewahren, Gestal­ten, Beleben" über den angemessenen Umgang mit dem von der Stiftung Lager Sandbostel erworbenen Gelände und eine Konzeption für den Aufbau der Gedenkstätte beraten. Zwei Veranstaltungen der Tagung sind öffentlich.
Die Veranstaltung findet im Oste-Hotel statt und beginnt am Freitag, 12. Januar, um 18 Uhr mit einem Festakt, der für die Öffentlichkeit ebenso zugänglich ist wie die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Sonnabend, 13. Januar, um 20 Uhr.
Im Mittelpunkt des Festakts am Freitag steht ein Vortrag von Dr. Habbo Knoch. Der Historiker an der Universität Göttingen ist Erster Vorsitzender des Aktionskomitees „DIZ Emslandlager“ und spricht zum Thema „Zwischen den Zeiten. Gedenken an historischen Orten der NS-Verbrechen“.
Landrat Hermann Luttman, Clement-Volker Poppe (Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Lager Sandbostel) und Wilfried Wiedemann (Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Celle) wollen Grußworte sprechen. Musikalisch umrahmt wird der Festakt mit Beiträgen des Ensembles Ute Schmidt, Christina Schmidt und Michael Herfort.
Den öffentlichen Vortrag am Sonnabendabend hält Ria Billmann, Erste Vorsitzende des Vereins „Bewahren durch Beleben“ aus Bochum. Anschließend findet ein Gespräch statt.
„Die Tagung aus Anlass des 15-jährigen Bestehens des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel ist den aktuellen Aufgaben der im Dezember 2004 gegründeten Stiftung Lager Sandbostel gewidmet“, erklärt Tagungsleiter Dr. Klaus Volland vom DGS-Vorstand.

Es soll unter Beteiligung von Experten über folgende Fragen diskutiert werden: Was kann zur Rettung der baulichen Überreste auf dem Stiftungsgelände getan werden? Welche Maßnahmen sollten zur archäologischen Erschließung des Stiftungsgeländes und zur Sicherung von archäologischen Fundstücken durchgeführt werden. Wie sollten das Gelände und wie ein auf ihm zu errichtendes Dokumentationszentrum architektonisch gestaltet sein? Außerdem wollen die Experten erörtern, wie eine moderne und lebendige Gedenkstättenarbeit vor Ort aussehen kann. Zur Zielgruppe der Tagung gehören Experten aus den Bereichen Archäologie, Denkmalschutz und Restaurierung, Bauhistoriker und Architekten sowie Mitarbeiter von Gedenkstätten, Organisatoren von Jugend-Workshops, Lehrer und Dozenten
 
     

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